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Intranet of Things

Ein etwas anderer Ansatz von Smart Home

In den letzten Jahren hat sich ein völlig neuer Bereich entwickelt, welcher eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet und sowohl von einzelnen Personen, als auch von großen Firmen wie Google, Amazon und Apple mit großem Interesse beobachtet wird. Die Rede ist vom Internet der Dinge, welches mit Bezeichnungen wie Smarthome und Wearables nun auch in viele Privathaushalte einzug hält. Paradebeispiele für Funktionen des Smarthome sind dabei Licht und Heizungssteuerung, Musik wiedergabe und die Möglichkeit Informationen über die Nutzung zu erhalten. Doch anders als es von den meisten Anbietern gerne dargestellt wird bringt ein normales Smarthome nicht nur Vorteile mit sich.

Datenschutz

Einer der wichtigsten Kritikpunkte an vielen kommerziellen Produkten ist der fehlende oder nicht garantierte Datenschutz. Smarthome devices sammeln eine große Menge an Daten über den Nutzer, die in den falschen Händen Schaden anrichten können oder zumindest zu ärgerlichen Situationen führen können. Ob es eine gute Idee ist einer Firma die sich zu einem großen Teil aus Werbung finanziert muss jeder selbst entscheiden. Auch wenn die Sammlung und Speicherung von Nutzer bezogenen Daten durch den Anbieter ausgeschlossen wird lässt sich kaum überprüfen, ob sich die Hersteller auch daran halten.

Sicherheit

Ein weiteres Problem kann die Sicherheit darstellen. Zwar haben große Firmen eine Vielzahl von Ressourcen um Fehler in ihren Produkten zu korrigieren, es ist jedoch möglich, dass Fehler im Produkt bleiben. Eine große Firma hat jedoch den Nachteil, dass sie durch die große Nutzerbasis ein lukratives Ziel für Hacker darstellt. Für viele Firmen im Bereich des Smarthome haben zudem kaum Erfahrung in der Entwicklung von Anwendungen mit Internetanbindung und so tauchen täglich neue Lücken in Smarthomeprodukten auf.

Die Sache mit der Cloud

Viele Smarthomeprodukte sind von Diensten in der Cloud abhängig und damit auf eine dauerhafte Internetverbindung angewiesen. Dies stellt ein Problem dar, da die Anbieter nicht verpflichtet sind ihre Clouddienste aufrecht zu erhalten und in der Vergangenheit Cloudangebote abgeschaltet haben. Entscheidet sich der Anbieter die Clouddienste abzuschalten sind die Geräte nicht nützlicher als ein Ziegelstein. Es ist fraglich wie viel Sinn es ergibt, den Befehl zwei Meter weiter ein Licht einzuschalten erst um die halbe Welt reisen muss um am Ende am selben Ort anzukommen. Und was passiert, wenn die Internetverbindung unterbrochen ist.



Intranet statt Internet

Auch das Intranet of Things hat einen Komfortgewinn zum Ziel, setzt jedoch die Prioritäten grundlegend anders. Beim Internet of Things besteht ein Wettkampf um die meisten Funktionen und damit die meisten Kunden. Beim Intranet liegt der Fokus auf Datenschutz, Sicherheit und Langlebigkeit. Ein Gerät schickt nur Daten zum Hersteller, wenn dies für die Funktion absolut notwendig ist. Zudem muss es möglich sein ein modernes Smarthome zu betreiben ohne auf eine Internetverbindung angewiesen zu sein. Jeder Dienst der für den Betrieb nötig ist muss auch im lokalen Netzwerk betreibbar sein und darf nicht. Die Funktion muss auch im Falle eines Internet Totalausfalls noch gewährleistet sein.